Neben den Spaziergängen durch die Stadt ist ein Rundweg entlang der Festungsanlagen und durch den Schlosspark zu empfehlen. Der Altbüdinger Rundweg führt etwa eine dreiviertel Stunde lang vom Jerusalemer Tor durch die Stadt in den Schlosspark und entlang der Festungsmauern und wieder zurück.
Der Weg vermittelt dem Besucher ein anschauliches Bild von den weitgehend erhaltenen Festungswerken aus der Zeit um 1500, eine bauhistorische Seltenheit, weil üblicherweise gerade der Ausbau von Festungsstädten der waffentechnischen Entwicklung folgte und damit stetigen Änderungen unterlag. Mauern und Tore sind für die Altstadt schon 1353 bezeugt und im Zuge der Erlangung der Stadtrechte von 1390 wurde auch die Neustadt ummauert. Der ältere Mauerring wurde nun aber nicht niedergelegt, sondern geschickt in die neuen Festungswerke einbezogen.
Der Altbüdinger Rundweg beginnt am repräsentativen Jerusalemer Tor von 1503, führt über den Lohsteg mit Rotem und Grünem Turm weiter zur Mühltorbrücke und zum Schlaghaus. Am Meliorsdamm verläuft der Weg an der Seeme, längs der Schlossmühle (schon 1390 als Webizmühle erwähnt) und führt vorbei am Pulverturm in den Schlosspark. Vom Schlosspark gelangt man über das Sauerbrünnchen zum Schlossteich, einem Überbleibsel des frühren Wassergrabens, der erahnen lässt, wie stark die Burg befestigt war. Der Rundweg führt weiter vom Büdinger Schloss entlang der Marienkirche zum Oberhof, dem ersten Renaissancebau der Stadt von 1569. Über das Gebück führt der Weg vorbei am Ludwigsturm, zum Großem Bollwerk, dem stärkstem Wehrbau der Stadt von 1491. Von hier hat man einen stimmungsvollen Blick zu den westlichen Festungsanlagen mit dem Jerusalemer Tor als Ausgangspunkt.
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