
Das von Lauter'sche Haus gehört zu den vornehmsten Dienstmannensitzen der Stadt. Zeitweise wohnten darinnen Amtmänner und Forstleute des Hauses Ysenburg. Ursprünglich stand hier der von Reyprecht'sche Burgmannenhof, von dem nur noch ein Gesindebau im Hof des Anwesens erhalten ist (15. Jh.). Das Haupthaus steht breitgelagert traufseitig zur Straße. Das Dach ist abgewalmt und hat in der Mitte einen schmalen »Zwerchgiebel«. Die Balkenköpfe liegen verdeckt hinter profilierten Füllhölzern. Die Brüstungsfelder unter den Fenstern sind streng symmetrisch geordnet.
Die lateinischen Bauinschriften lauten:
Vetustum Seu Incuria Seu Temporum Iniuria Collapsum Reaedificari Curavit Henrich Philip Kirchner, Anno 1703.
Trabes Posterius Arenato Illitas In Lucem Denuo Proferendas Curavit Wolfgang F. z. Y. u. B, Anno 1911.
Übersetzung:
Das alte (Gebäude) war (entweder) durch (Vernachlässigung) (Nachlässigkeit) Mangel an Pflege oder die Unbill der Zeit(en) verfallen, Henrich Philip Kirchner ließ wieder erbauen im Jahr 1703.
Das Fachwerk (Gebälk - Balken), das (in) später(er) (Zeit) mit Mörtel übertüncht worden war, ließ Wolfgang Fürst zu Ysenburg und Büdingen im Jahre 1911 (wieder) freilegen (ans Licht/zum Vorschein bringen).
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