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  • Büdinger Tourismus und Marketing GmbH

Der WetterAusflug: Büdinger Geotope

Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf das mittelalterliche Büdingen. Auf halbem Wege zurück, gehen wir wenige Meter auf einem mit "Y" bezeichneten Weg. An der ersten Wegkreuzung verlassen wir diesen Wanderweg schon wieder und gehen geradeaus. Zunächst nehmen wir mehrere Stufen und dann wandern wir bergan bis zum Waldrand.

Hier folgen wir dem Pfad nach links, der auf einen breiteren Weg stößt, dem wir dann folgen. Wir gehen am Dohlberg entlang, wo im Krieg eine Reihe von Bunkern entstanden sind, deren gesprengte Reste heute noch zu sehen sind. Am Dohlberg wurde schon im Mittelalter Sandstein abgebaut. Mit etwas Phantasie kann man die längst überwachsenen Abraumhalden und die Steinbrüche erahnen.

Wir kommen an ein Waldgatter, das wir hinter uns wieder schließen und laufen jetzt ein ganzes Stück im eingezäunten Bereich, parallel zur Landesstraße, die nach Rinderbügen führt. Links sehen wir auf der anderen Seite des Seemenbachtals den viel fotografierten Büdinger Sandsteinbruch.

Erneut durch ein Waldgatter gehend, kommen wir bald zum Hammer, dessen Name an eine ehemalige Hammerschmiede erinnert. An den Gebäuden gehen wir links, überqueren den Seemenbach und anschließend die Landesstraße und kommen gleich wieder in den Wald, wo wir uns rechts halten und jetzt eigentlich immer nur geradeaus gehen.

Von der Landesstraße aus folgen wir gut anderthalb Kilometer unserem Weg, dann kommen wir an eine T-Kreuzung, wo wir nach links gehen, um nach weiteren 200 Metern an der nächsten T-Kreuzung wieder nach rechts zu gehen. Diesem Weg folgen wir nun für rund 700 Meter und kommen an eine Lichtung. Auf der linken Seite sehen wir einen tiefen Einschnitt, rechts und links sind hohe, längst zugewachsene Abraumhalden.

Hier wurde bis Anfang der 60er Jahre ein ganz besonderer Basalt abgebaut. Dieser Basalt gehört zu einem Lavastrom, der vor etwa 16-18 Millionen Jahren im Miozän ausgeflossen war. Als der Lavastrom zum Stillstand kam, bildeten sich infolge der Abkühlung diese senkrecht stehenden Basaltsäulen. Der Michelauer Basalt eignete sich besonders gut für die Herstellung von Kopfsteinpflaster, ein Straßenmaterial, das heute vielfach unter Teerdecken schlummert und kaum noch Verwendung findet, weil es insbesondere bei Nässe gefährlich glatt wird.

In den Hochzeiten haben hier fast 20 Menschen eine Arbeit gefunden, zur Hälfte Steinrichter und Tagelöhner. Für fast 50 Jahre fiel der Steinbruch in einen Dornröschenschlaf, jetzt mobilisiert Lothar Keil seine Legionen, um Bäume weg zu schneiden, um das prachtvolle Geotop einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Immerhin 17 Millionen Jahre alt sind diese monumentalen Basaltblöcke. Wenn sie der Witterung ausgesetzt sind, schälen sie sich geradezu und werden zu Kugeln, die besonders schön anzusehen sind.



JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval
Info - Büdinger Geotope
Informationen
Weglänge: 17 Kilometer, 475 Höhenmeter
Reine Gehzeit: dreieinhalb Stunden
Insbesondere nach Regen sind die Wege nicht so gut zu begehen, wasserfeste Schuhe sind hier von Vorteil.
Einkehrmöglichkeit: "Zum Zillertaler Eck" in Michelau sowie eine Vielzahl von Restaurants unterschiedlicher Qualität und Preislagen in Büdingen.

Büdinger Tourismus und Marketing GmbH | Marktplatz 9 | 63654 Büdingen | Email: info@buedingen-touristik.de | Tel.: 06042 /96370
Öffnungszeiten: Mo - Fr : 10 Uhr bis 17 Uhr | Sa, So & Feiertags 11 Uhr bis 16 Uhr