• Deutsch (DE-CH-AT)
  • English (United Kingdom)
  • French (Fr)
Icon HotlineHotline: +49 6042 96370    Icon Text Ansicht: vergrößern | standard
  • Büdinger Tourismus und Marketing GmbH

Der WetterAusflug: Büdinger Geotope

von Michale Elsaß

Die Höhepunkte der heutigen Wanderung haben wir Lothar Keil zu verdanken. Das Büdinger Original hat es sich zur Aufgabe gemacht, die geologischen Schätze der Stadt herauszuputzen. Nebenbei hat er im Jerusalemer Tor ein Sandrosenmuseum mit zum Teil spektakulären Funden eingerichtet. Dem Endsechziger ist es zu verdanken, dass der "Wilde Stein" freigelegt wurde und auch der Steinbruch im Büdinger Stadtteil Michelau wird zu einem Anziehungspunkt für Wanderer werden.



Wir parken unser Auto am Garten Kölsch, wo wir gleich einen ersten Eindruck von den Aktivitäten von Lothar Keil haben. Ihm ist es nämlich zu verdanken, dass diese mächtigen Steine, alle aus der Wetterau, hier aufgestellt wurden.

Wir verlassen die Altstadt in Richtung Süden, überqueren den Seemenbach, gehen rechts auf die Gymnasiumstraße und am Schild "Krankenhaus" nach links in die Straße "Am Wilden Stein". Jetzt heißt es erst einmal ein Stück geradeaus, die Straße bis zu deren Ende, dort links und nach wenigen Metern erblicken wir den Wilden Stein, der sich nach dessen Freilegung zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickelt hat.

In der Zeit des unteren bis mittleren Miozäns, genauer von 15-18 Millionen Jahren, war die Vogelsberg-Region von intensiver vulkanischer Aktivität geprägt. Vulkane schleuderten bei heftigen Ausbrüchen Tuffe heraus und Laven flossen Dutzende Kilometer weit vom Oberwald herab. Am Rand des Vulkangebietes durchschlugen einzelne Vulkanschlote das umgebende Gestein, wie auch am Wilden Stein in Büdingen. Nach dem Ausbruch blieb die Alkalibasalt-Schmelze als Lavasee im Krater stehen und erkaltete. Dabei bildeten sich die Säulen. Im Laufe der Jahrmillionen wurde der umgebende Buntsandstein teilweise abgetragen und die Säulen wurden sichtbar. Die Meilerstellung der Säulen (angeordnet wie die Holzscheite eines Kohlemeilers) lässt sich auch heute noch annähernd erkennen, obwohl einige große Blöcke umgefallen sind.

Eine Besonderheit stellen die Buntsandstein-Einschlüsse im Basalt dar, Bruchstücke aus dem umgebenden Gestein, in das der Vulkan seinen Krater gesprengt hatte. Die Sandsteinblöcke fielen bei der Eruption in die Schmelze, wurden dabei aufgeheizt, gebleicht und bildeten anschließend bei der Abkühlung ebenfalls Säulen, die dieselbe Ausrichtung wie die Basaltsäulen zeigen.



JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval
Info - Büdinger Geotope
Informationen
Weglänge: 17 Kilometer, 475 Höhenmeter
Reine Gehzeit: dreieinhalb Stunden
Insbesondere nach Regen sind die Wege nicht so gut zu begehen, wasserfeste Schuhe sind hier von Vorteil.
Einkehrmöglichkeit: "Zum Zillertaler Eck" in Michelau sowie eine Vielzahl von Restaurants unterschiedlicher Qualität und Preislagen in Büdingen.

Büdinger Tourismus und Marketing GmbH | Marktplatz 9 | 63654 Büdingen | Email: info@buedingen-touristik.de | Tel.: 06042 /96370
Öffnungszeiten: Mo - Fr : 10 Uhr bis 17 Uhr | Sa, So & Feiertags 11 Uhr bis 16 Uhr