Die Marienkirche, auch Liebfrauenkirche genannt, ist die Hauptkirche der Stadt. Die Kirche entstand im Jahre 1367 als hölzerne „Liebfrauenkapelle“. 1377 wurde sie durch einen Steinbau ersetzt. Die spätgotische Hallenkirche besitzt ein prachtvolles Netzgewölbe.
An der Südseite des Chores der Marienkirche fallen eine Vielzahl von senkrechten Wetzrillen ins Auge. Vermutlich handelt es sich dabei um Zeugnisse der Büdinger „Weisen Frauen“ aus dem 16. Jahrhundert. Diese rieben von der geheiligten Stätte Steinstaub ab, um daraus Arzneien zu erzeugen. Der im Mittelalter weit verbreitete Aberglaube besagte, dass der Staub, den man daher gerne mit sich trug, vor allerlei bösen Geister schütze. Diesen Staub mischte man auch oft Heilmitteln bei, um üble Krankheiten zu verhüten oder zu heilen.
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