Die Wetterau, zwischen den Höhen des Taunus im Westen und dem Vogelsberg im Nordosten gelegen, zählt zu den bedeutendsten Kulturlandschaften Deutschlands und wird seit Jahrtausenden von Menschen besiedelt. Dies wurde vor allem durch das ausgesprochen milde Klima, besonders fruchtbare Böden und ein weitverzweigtes Gewässernetz begünstigt.
Zahlreiche archäologische Funde, vor allem aus der Zeit der Kelten, der Römer und des Mittelalters zeugen von einer weit zurückreichenden Besiedlung. Mitte der 1990er Jahre legten Archäologen am Glauberg drei keltische Fürstengräber und die lebensgroße Statue eines "Keltenfürsten" frei – eine Sensation, die den Glauberg zum Zentrum der Erforschung keltischer Besiedlung in Hessen machte. Der zum Weltkulturerbe zählende Limes verläuft in der Wetterau in einer markanten, nach Norden gerichteten Ausbuchtung. Hier konnten besonders viele Kastellstandorte der Römer nachgewiesen werden, mit der Saalburg findet sich im Taunus zudem das einzige wiederaufgebaute Kastell des gesamten römischen Imperiums.
Zahlreiche Buazeugen hat das Mittelalter hinterlassen, etwa Burg Münzeburg und die Ronneburg als Befestigungsanlagen der kaiserlich-staufischen Wetterau. Auch das ursprünglich als Wasserburg im 12. Jahrhundert angelegte Büdinger Schloss geht auf diese Reichslandsicherung zurück.
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